Anmerkungen zu G8/G9

Seit ihrer Gründung im Jahr 1980 gestaltet die Claus-von-Stauffenberg-Schule ihren Unterricht besonders im ersten Halbjahr des ersten Schuljahres in der Oberstufe (Einführungsphase) mit dem Ziel der Kompensation unterschiedlicher Lernvoraussetzungen.

Diese Notwendigkeit ergab und ergibt sich noch immer aus der Herkunft der Schülerinnen und Schüler des ersten Jahrgangs: Übergänger/innen aus Gymnasien (heute aus G8- oder G9-Jahrgängen), Abgänger/innen aus kooperativen Gesamtschulen (heute aus G8- oder G9-Jahrgängen), Abgänger/innen aus integrierten Gesamtschulen (unverändert G9), Realschülerinnen und -schülern (unverändert G9), Schülerinnen und Schülern mit einem Jahr „Auszeit“ vom hessischen Schulsystem durch den Besuch einer Schule im Ausland und durch Zuzug von Schülerinnen und Schülern aus anderen Bundesländern. Die abschließende Abiturprüfung ist für alle Schülerinnen und Schüler gleich (Landesabitur). Die Prüfungsaufgaben nehmen keine Rücksicht auf die vorherige Schullaufbahn.

Die Lehrkräfte der Claus-von-Stauffenberg-Schule haben über Jahre hinweg einen Weg gefunden, im ersten Halbjahr an der Oberstufe diese unterschiedlichen Voraussetzungen durch die Gestaltung des Unterrichts auszugleichen und die erforderliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Weg zum Abitur hin zu schaffen.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Schule dadurch schon sehr früh von der jünger werdenden Schülerschaft einen ersten Grad der Reife verlangt: die Einsicht,  eine intensive schulische Mitarbeit in den mündlichen und schriftlichen Bereichen des angebotenen Unterrichts für die erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase notwendig ist.

In Kenntnis dieser Fähigkeiten des Kollegiums sieht die Schulleitung der Claus-von-Stauffenberg-Schule keine Notwendigkeit, Einführungsklassen unter besonderer Beachtung der bisherigen Schullaufbahn zu bilden. Die Klassen des ersten Schuljahres der Oberstufe werden unter teilweiser Beachtung von Schülerwünschen wie bisher gemischt aus allen o. g. Gruppen zusammengesetzt.

Unterschiede in der Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler (auch im Hinblick auf G8/G9) sind für die Claus-von-Stauffenberg-Schule in den beiden nachfolgenden Schuljahren (Qualifikationsphase für die Abiturprüfung) nicht erkennbar.

Der Weg hin zu einer erfolgreichen Abiturprüfung ist für alle Schülerinnen und Schüler möglich – auch bei unterschiedlichen Organisationsformen in der Sekundarstufe I.

gez. Dr. Ruths, Schulleiter