NEU an unserer Schule!
Erasmus+-Projekt zwischen der Claus-von-Stauffenberg-Schule und dem Gymnasium Go Campus Nexus Atheneum in Nieuwpoort, Belgien

Nach den Phasen des schriftlichen und mündlichen Abiturs an unserer Schule sind wir stolz, verkünden zu dürfen, dass Schüler*innen der Claus-von-Stauffenberg-Schule sehr erfolgreich und produktiv mit Gymnasialschülern der belgischen Partnerschule Go Campus Nexus Atheneum im Rahmen eines Erasmus+-Sprach- und Kulturaustauschs an einem Shakespeare-Projekt zusammenarbeiten durften. Initiiert, organisiert und durchgeführt wurde das Projekt von Frau Monika Paula Vasilescu, Lehrerin für Englisch und Spanisch, Erasmus+-Koordinatorin und Koordinatorin für Auslandsfahrten der CvSS, die kursübergreifend interessierte und engagierte Schüler*innen unserer Schule in dieses Projekt einband und einen lernfokussierten Kontakt zu der belgischen Schule mit einem anfänglich vorbereitenden Besuch an der Go Campus Nexus-Schule herstellte. Der Kontakt in Belgien wurde zu Frau Tine Dekeyser, ebenfalls Englisch- und Spanischlehrerin und ihren aufgeschlossenen Schülern geknüpft.
Nach zweimonatigen Online-Sessions-Meetings zwischen den belgischen und deutschen Schülern während unseres Englischunterrichts, in denen Schwerpunkte zu Shakespeares „Macbeth“ gemeinsam erarbeitet wurden, Meinungen, unterschiedliche Standpunkte und Interpretationsweisen insbesondere zu dem Drama „Macbeth“, aber auch zu Filmszenen und zu dem Thema „Die Renaissance in England and in Flandern“ ausgetauscht wurden, kam dann der aus Schülersicht krönende Abschluss: die sogenannte Mobilitätswoche, das heißt die Abschlussfahrt zu unserer Partnerschule nach Nieuwpoort, Belgien, die vom 23.03.2026 bis zum 29.03.2026 stattfand.
Nach der arbeitsintensiven digitalen Phase unseres Projekts, bei der nachweislich erfreuliche schriftliche Ergebnisse entstanden aber auch Englisch als Kommunikationssprache geübt wurde, war der Grundstein bereits gelegt für das persönliche Aufeinandertreffen und die deutsch-belgische Zusammenarbeit vor Ort. Der Erasmus+-Austausch in Belgien war im Vorfeld von Frau Vasilescu sowohl inhaltlich als auch organisatorisch sorgfältig geplant worden, Frau Dekeyser aus Belgien brachte ihre Ideen und Vorschläge ein, so dass es zum gegebenen Zeitpunkt motiviert und kreativ losgehen konnte: die Aktivitäten in Belgien reichten von kommunikativen Übungen, Interviews, teambildenden Aufgaben und Spielen, bis hin zu Podcasts und szenischen Darstellungen von „Macbeth“, es wurde die Relevanz von Shakespeare heutzutage untersucht, die Schüler*innen gingen in Gruppen in die Recherche, präsentierten gemeinsame Ergebnisse, alte und neue Literatur wurde analysiert, interpretiert und gegenübergestellt, beispielsweise Shakespeares Sonett 18 „Shall I compare thee to a summer´s day?“ mit Taylor Swifts und Ed Sheerans Pop-Sonette, es wurde über Liebe und Tod, Vergänglichkeit, maßlosen Ehrgeiz, Schuld und Gewissen und das Übernatürliche gesprochen.

Das Thema Hexen und ihr Einfluss in Shakespeares „Macbeth“ griffen die Schüler*innen mit Begeisterung auf und verarbeiteten es auf unterhaltsame Weise in den von ihnen erstellten Videoclips und gefilmten Podcasts. Hexen waren auch ein Thema bei einem gemeinsamen Stadtrundgang mit den Belgiern in Nieuwpoort. Die Belgier zeigten und erklärten uns kurz einige Sehenswürdigkeiten ihrer Stadt, unter anderem erinnert ein Schild an einem Belfried, einem Turm, an die im Mittelalter stattgefundenen Hexenverbrennungen und es gibt ein Denkmal der historischen Hexe Jeanne Panne, um die sich Vieles bei dem Hexenfest und dem Spektakel im Sommer in Nieuwpoort dreht, der Stadt in Belgien, mit der unsere Stadt Rodgau-Dudenhofen übrigens eine langjährige Städtepartnerschaft unterhält.
Begleitet wurde die Fahrt und der Aufenthalt von Herrn Peter Feldmann, Kunst- und Geschichtelehrer an der CvSS, der dem Shakespeare-Projekt einen interdisziplinären Touch verlieh, uns in Form einer Präsentation über den Baustil der Renaissance in Brügge informierte und ein Puzzle des Gemäldes „Madonna des Kanonikus Joris van der Paele“ beim Besuch des Groeningemuseums für die Schüler*innen parat hatte, bei dem Frau Vasilescu die benötigten Worte und Ausdrücke ins Englische übersetzt hatte, so dass die Schüler das Puzzle auf Englisch lösen konnten. Auf diese Weise wurde Kunstgeschichte für die belgischen und unsere Schüler*innen im Groeningemuseum lebendig.


Viel Spaß bereitete den Schüler*innen auch das Karaoke-Spiel am letzten Schultag in Belgien.


Die Mobilitätswoche in Belgien und das gesamte Shakespeare-Projekt endete mit einer schriftlichen Abschlussevaluation, aus der – aus Schülersicht – sowohl der wertvolle Lerneffekt als auch der große Spaß, den die Schüler*innen bei diesem Erasmus-Projekt hatten, deutlich hervorging. Viel Freude kam auch am Ausflugstag in Brügge auf, wo wir nicht nur das Groeningemuseum besichtigten, bekannt für seine Sammlung der sogenannten „Flämischen Primitiven“, sondern wir auch das pittoreske Stadtbild von Brügge vom Boot aus während einer Grachtentour bewundern konnten, leckere Arten von Pizza im Pizza-Hut probierten und schließlich die Choco-Story im Schokoladenmuseum erlebten.



Während des Aufenthaltes konnten unsere Schüler*innen interessante Einblicke in den Schulalltag der belgischen Schule gewinnen und intensive Kontakte knüpfen. Die Begegnungen zwischen den Jugendlichen beider Schulen waren von großer Begeisterung geprägt und führten zu neuen Freundschaften, die auch über den Schulalltag hinaus gepflegt wurden und werden sollen, getreu des Mottos und Shakespeare-Zitats dieses Erasmus-Projekts „Thy friendship makes us fresh“, zu Deutsch „Eure Freundschaft beflügelt uns“.
Insgesamt wurde das Erasmus+-Projekt nicht nur von Schülerseite sehr gut aufgenommen, sondern auch von Eltern positiv bewertet, u.a. kam eine Danksagung von einer Mutter, dass sie den 18. Geburtstag ihres Sohnes hier, in Deutschland, nicht besser hätten feiern können als in Belgien, das Engagement für Erasmus+ wurde von unserer Schulleiterin, Frau Emmerich, wertgeschätzt und der Schulleiter der belgischen Schule, Herr Goderis, hob die substantielle Arbeit hervor, die während dieses Projekts geleistet wurde, den Lernfortschritt, den die Schüler*innen dabei erzielt haben und dass die Zusammenarbeit in Form weiterer Projekte gerne weitergeführt werden kann.

Erasmus+ soll an unserer Schule auch in Zukunft stattfinden, mit Belgien oder anderen Ländern der EU, denn Jugendliche leben dabei den Gedanken des europäischen Zusammenhalts und lernen, sich in ihrer weiteren schulischen und beruflichen Laufbahn sicher auf dem europäischen Parkett zu bewegen.
Monika Paula Vasilescu
Erasmus+-Koordinatorin und Koordinatorin für Auslandsfahrten der CvSS