GOS-Schüler bei Entwicklerkonferenz in Brüssel

Dass unsere Schüler außerhalb des Unterrichts erfolgreich sind, haben sie schon längst bewiesen: Egal, ob es eine Auszeichnung für den besten Praktikumsbericht ist oder der Hauptgewinn des Planspiels Börse. Dieses Mal wurde GOS-Schüler Jan Bambach zu einer Entwicklerkonferenz von Mozilla in Brüssel eingeladen.

Unter dem Motto „Das Internet, das die Welt braucht, bauen“ trafen sich 600 der kreativsten Menschen, die ein ganzes Wochenende lang die Zukunft des Internets planten, Inspiration sammelten (und natürlich feierten). Aber wie genau kam es dazu? Und warum haben sie nicht unsere Schulkatze als Maskottchen verwendet? Das wollten wir auch gerne wissen.

Hallo Jan! Zum Anfang die Frage, die mir als erstes in den Sinn gekommen ist: Warum wurdest du eingeladen? Und was machst du bei Mozilla?
Jan: Angefangen habe ich damit, Leuten zu helfen, die Probleme mit Firefox hatten. Nun aber helfe ich beim Designen von Internetseiten und schreibe auch an einem Newsletter, um anderen von spannenden Neuigkeiten rund ums Netz zu erzählen.

Wieso ausgerechnet Mozilla?
Jan: Weil wir gemeinnützig und nicht eine Firma sind, die Einkünfte für irgendwelche Aktionäre erwirtschaften will. Es geht vielmehr um den Grundgedanken, dass Offenheit, Innovation und freie Möglichkeiten der Schlüssel zu einer gesunden Entwicklung des Internets sind. Es geht um die Idee, zu Handeln. Unsere Mission ist komplett verschieden von denen der gewinnorientierten Wettbewerber.

Die Bilder von der Konferenz sehen ziemlich interessant aus. Was waren deine persönlichen Höhepunkte?
Jan: Als Erstes war es fantastisch, so viele Menschen zu treffen, die scheinbar ständig geniale Ideen hatten. Der zweite Höhepunkt war natürlich die Dinnerparty, bei der wir an einer Stelle zu dreißigst auf der Bühne herumsprangen und ‚Smells like Teen Spirit‘ von Nirvana sangen. Zuletzt war auch die Schokoladenverkostung ein Highlight, die ich verpasst habe – ich habe mich stattdessen in der Nacht mit den wahrscheinlich coolsten Engländern in der Stadt verlaufen und bereue es heute nicht.

Unglaublich, wie leicht es ist, unter Menschen aus anderen Kulturen Kontakte zu knüpfen. Wurde nur auf Englisch gesprochen?
Jan: Offiziell schon, alle Sitzungen waren auf Englisch. Tatsächlich konnten alle zusammen in mehr als 114 Sprachen sprechen.

Über was genau wurde in den drei Tagen gesprochen?
Jan: Es ging hauptsächlich darum, wie wir Menschen in Regionen, in denen ein Internetzugang nicht selbstverständlich ist, trotzdem ins Netz bringen können. Eine wichtige Rolle spielte auch die Frage, wie man anderen beibringt, Inhalte nicht nur zu lesen, sondern auch zu erstellen. Zuletzt stand auch ein Thema im Raum, das besonders innerhalb der letzten Woche viel Aufmerksamkeit erregte: Sicherheit und Privatsphäre im Netz. Wir sind der Meinung, dass Privatsphäre keinesfalls etwas optionales ist, und dass jeder die volle Kontrolle darüber haben sollte, was mit den persönlichen Daten passiert.

Wie können 600 Menschen etwas gleichzeitig planen, ohne dass es in einem Chaos endet?
Jan: Eine ganz interessante Methode war das Ideen-Karaoke, wobei man zuerst in kleineren Gruppen Ideen auf Notizzetteln schreibte. Danach wurden alle an eine Wand geklebt und jeder konnte sich irgendein Zettel aussuchen, auf die Bühne laufen und die Idee vorstellen (das ist auch eine gute Gelegenheit, um jemanden mit Zetteln zu bekleben…)

Vielen Dank! Noch eine letzte Frage zum Schluss: Was sagt der Fuchs?
Jan: Ring-ding-ding-ding-dingeringeding.

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