Am Mittwoch, den 27.05.2026, führte der Darstellendes-Spiel-Kurs der Q2 eine eigene Version des „Faust“, verfasst von Johann Wolfgang von Goethe, auf. Die Schüler arbeiteten, angeleitet von Ina Sattran, ein halbes Jahr am Skript und probten dabei fleißig. Das Ergebnis war mehr als nur ein einfaches Theaterstück: Es war eine Neuinterpretation des Werkes, angereichert mit vielen modernen Elementen.

Für die Aufführung konzentrierte sich der Kurs auf die zentralen und wichtigsten Szenen des Werkes, vorrangig solche aus der Gretchentragödie, genauer die Straße, der Nachbarin Haus, Marthens Garten, Gretchens Stube, Nacht und Kerker. Aber auch der Prolog im Himmel und das Studierzimmer fanden ihren Weg in die Aufführung. Dabei ließ sich der rote Faden des Ursprungswerkes, ausgehend vom Pakt zwischen Mephisto und Gott über Mephistos Manipulation Faust gegenüber bis hin zur Gretchentragödie sehr gut verfolgen.
Dabei wurden einige Elemente der Dialoge modernisiert, so fragte Faust Gretchen nach ihrer Nummer und sie schaltete ihr Zimmerlicht mithilfe des Sprachassistenten Alexa ein. Außerdem bauten die Schüler einen Erzähler ein, der das Geschehen zwischen den Szenen vorausschauend kommentierte.

Die Schlussszene im Kerker diente nach großem Applaus des Publikums als Übergang zur Diskussionsrunde, in der die Schüler kommentieren sollten, wer ihnen zufolge Schuld an Gretchens Schicksal trägt. Dabei kamen sie zum Entschluss, dass sich die Tragödie nicht auf eine Figur zurückführen lässt und jeder seinen Anteil an der Schuld trägt.
Beim darauffolgenden Feedback des Publikums erhielten sowohl die Darsteller auf als auch die Helfer hinter der Bühne von allen Seiten großes Lob für ihre erfolgreiche Aufführung.

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