Elf neue Klassen, 287 Schülerinnen und Schüler, nahm die Claus-von-Stauffenberg-Schule am Montag zum neuen Schuljahr auf.

„So einen großen Jahrgang habe ich noch nie erlebt“, so Schulleiterin Dagmar Emmerich. So viele Schülerinnen und Schüler habe es zu einem neuen Schuljahr noch nie gegeben, sagt sie. Die Neuankömmlinge selbst kommen nicht nur aus Rodgau und Obertshausen, sondern auch aus Heusenstamm, Offenbach, Dietzenbach, Dreieich, Mühlheim und Seligenstadt.

„Wir haben jetzt schon Reservierungen für das nächste Jahr“, erklärt die Schulleiterin. Einen Tag zuvor, am ersten Schultag, versammelte sich der Nachwuchs auf dem Schulhof. Heute sei noch alles ruhig, liefealles langsam an, meinte der stellvertretende Schulleiter Alexander Schulte-Sasse in seiner Rede zu den Schülerinnen und
Schülern. Doch das ändere sich. „Morgen“, rief er ihnen zu, „geht es für Sie es mit Volldampf los.“ Ein bisschen Volldampf gab es jetzt schon. Kaum hatte die Schulleitung den Neuankömmlingen alles Gute gewünscht, verschwanden sie schon mit ihren Tutorinnen und Tutoren in ihren Klassenzimmern.

Die Schule kommt im neuen Schuljahr an ihre Grenzen, an ihre Raumgrenzen. „Wir brauchen für die Zukunft mehr Räume“, meint Schulleiterin Dagmar Emmerich. Dieses Problem habe die Schulleitung dem Landrat schon vorgetragen, entschieden sei bis heute noch nichts.

Seit 1980 gibt es die Claus-von-Stauffenberg-Schule. Und es ist die einzige Schule in Rodgau, an der das Abitur möglich ist. Besonders am Herzen liegt der Schulleitung eine Tradition, die der Vorgänger, Dr. Fredi Ruths, einführte. Seit dieser Zeit steht den Schülerinnen und Schülern die Tür zur Schulleitung immer offen. Sie können jederzeit mit allen Problemen zu ihr kommen. Und sie sollen es auch, meint Schulleiterin Dagmar Emmerich. Es bringe nichts, sich zurückzuziehen bei Problemen, es gebe immer eine Lösung.

Die neuen Schülerinnen und Schüler selbst haben ihre neue Schule angenommen. „Man merkt schon den Unterschied zur alten Schule“, sagt Schüler Dennis. Es müsse mehr gelernt werden. „Erst mal die Klassenarbeiten abwarten und dann weitersehen“, meint sein Mitschüler Konrad. Die elfte Klasse, also die E-Phase, sei ein Anfang. Für Schülerin Sara ist es neu, von den Lehrerinnen und Lehrern gesiezt zu werden. „Ich fühle mich nun ernst genommen“, meint sie. Sie schätze es vor allem, wie freundlich alle miteinander umgingen – Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen.
Für die neuen Schülerinnen und Schüler wird ihr erster Schultag an der neuen Schule vermutlich ein besonderer Tag
sein. Doch nicht nur sie. Auch für Schulleiterin Dagmar Emmerich: „Ich mag beides“, sagt sie. Schülerinnen und Schüler aufnehmen und sie später im Abitur zu verabschieden. Obwohl ihre Leidenschaft eigentlich der Tag sei, wenn die Neuen kommen, sie dann zu begrüßen und sie zu begleiten auf ihrem Weg zum Abitur.

Text: Dr. Hans Rubinich

Die TutorInnen der neuen E-Phase (Foto: Andreas Lotz)
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